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Unterglasurmalerei
Die Unterglasurmalerei erfolgt auf das im ersten Brand bei etwa 950 Grad Celsius verglühte, noch poröse Porzellan.
Durch diesen Brand wird es bemalbar, ist saugfähig und wasserunlöslich. Für das Auftragen der Farbe, meist Kobaltblau, braucht der Porzellanmaler eine ruhige und sichere Hand.
Die Farbe wird vom porösen Scherben sofort aufgesogen und Korrekturen werden dadurch unmöglich. Im Anschluss wird das Porzellan glasiert und bei etwa 1400 Grad Celsius gebrannt. Dabei passiert Erstaunliches: Das schwärzlich graue Kobaltoxid verändert sich zum leuchtenden Kobaltblau, und das Porzellanstück verliert etwa 16 Prozent seiner Größe.